Die Schweiz wird billiger!

Immer wieder hört man, dass die Schweiz für Touristen zu teuer geworden ist. 2015 hat die Schweizer Nationalbank die Bindung an den Euro aufgehoben und seitdem wird der Urlaub für deutsche Touristen in der Schweiz immer teurer.

Für die Tourismusbranche in der Schweiz war dies katastrophal. Während 2014 noch 6,3 Millionen Nächte in der Schweiz gebucht wurden, waren es 2015 nur noch 3,8 Millionen. Seitdem haben sich Hotels und Unternehmen in der Tourismusbranche Gedanken gemacht, wie sie Touristen aus der Eurozone wieder anlocken können.

Viele Drei- und Vier-Sterne-Hotels bieten Übernachtungen für weniger als 50 Schweizer Franken die Nacht an, weit unter dem europäischen Standard. Selbst die Schweizer Bundesbahn macht ihr Programm für ausländische Touristen interessanter, für 125 Schweizer Franken können Touristen alle Bahnen in der Schweiz einen Tag lang benutzen. Jedes weitere Tagesticket kostet dann aber nur noch 37 Schweizer Franken.

Viele Touristen wissen nicht, dass die Schweizer das „all inclusive“ Ferienangebot erfunden haben. Schon 1934 wurden Werbeplakate aufgehängt, die sieben Tage Sonne, Schnee und Sport schon ab 50 Schweizer Franken anboten. Auf diese Strategie greifen die Hotels auch weiterhin zurück, sie bieten Pakete für mehrtägige Aufenthalte mit vielen Vergünstigungen an. Oftmals werden die Übernachtungen ohne Kosten für Kinder angeboten, so dass Familien schon für weniger als 30 Euro pro Kopf am Tag Urlaub in der Schweiz machen können.

Viele Hotels überdenken ihre Preisstrategien und bieten so lange günstige Angebote an, wie sie noch freie Kapazitäten haben. Dies gilt nicht nur für günstige Hotels mit weniger als drei Sternen, selbst in Fünf-Sterne-Hotels gibt es oft viele verschiedene Preise für das gleiche Zimmer, abhängig von der Saison und der Auslastung des Hotels.

Auf diese flexiblen Preise setzen viele Hotels. Die Marketingorganisation Schweizer Tourismus hält das für eine sehr gute Strategie, damit sich das Image der Schweiz verbessert. Viele Touristen verbinden den Schweizer Franken heute noch mit überhöhten Preisen, was die Mitglieder der Tourismusbranche gerne wieder ändern möchten.

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